Weiterentwicklung des Pyramidenprozesses

12. Mai 2014 ► Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst e.V. Deutschland beschließt Weiterentwicklung des Pyramidenprozesses (Nach einer Meldung des BV-ÄLRD) Der Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst e.V. (BV-ÄLRD) hat bei seiner zweitätigen Frühjahrstagung am 6.5.2014 in Halle (Westfalen), an der über 100 Ärztliche Leiterinnen und Leiter aus ganz Deutschland teilgenommen haben, beschlossen, den sogenannten Pyramidenprozess zum Notfallsanitäter-Gesetz weiterzuentwickeln. FRÜHJAHRESTAGUNG DER ÄLRD Zentraler Diskussionspunkt bei der Frühjahrstagung war erwartungsgemäß die Umsetzung des am 1.1.2014 in Kraft getretenen Notfallsanitäter-Gesetzes. Hierzu hatte der Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst Anfang dieses Jahres den sog. Pyramidenprozess initiiert. PYRAMIDENPROZESS Im Pyramidenprozess wurde unter Mitwirkung von über 100 institutionell angebundenen Expertinnen und Experten, die von am Rettungsdienst beteiligten Organisationen, Verbänden, medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Selbstverwaltungs-Körperschaften entsandt worden sind, ein Katalog von invasiven Maßnahmen entwickelt, der nach Auffassung von den am Pyramidenprozess Beteiligten geeignet ist, während der Ausbildung der Notfallsanitäterinnen und –sanitäter erlernt zu werden. Ziel war es, einen Maßnahmenkatalog zu entwickeln, der einen gleichmäßigen Anwendungsstandard in der rettungsdienstlichen Praxis ermöglicht. Dieser Katalog wurde den öffentlichen Rettungsdienstträgern (kommunalen Spitzenverbänden) und den für den Rettungsdienst verantwortlichen Landesministerien nach 7 Monaten Prozessdauer am 15.2.2014 zur Kenntnisnahme und Information zugeleitet. Nach Abschluss des Pyramidenprozesses stellte sich jetzt die Frage, wie dieser Katalog in den regionalen und lokalen Arbeitsanweisungen (sog. Standard Operation Procedures) abgesichert werden kann. ReKoRD – REGELMÄßIGE KONFERENZ FÜR DEN RETTUNGSDIENST Der Bundesverband der ÄLRD e.V. hat diese Frage während der Tagung in Halle ausführlich diskutiert und ist zu dem Ergebnis gekommen, Empfehlungen zu entwickeln, in die die medizinisch-wissenschaftlichen Informationen Eingang finden und damit eine Orientierung liefern, was Stand der Technik für medizinische Maßnahmen im Rettungsdienst ist. Diese Empfehlungen sollen dabei mit den medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften entwickelt werden und aufgrund der positiven Erfahrungen aus dem Pyramidenprozess, auch die am Rettungsdienst beteiligten Experten mit institutioneller Anbindung einbeziehen. Die Strukturierung dieser Empfehlungen erfolgt dabei in Anlehnung an die Empfehlungen, die es bereits für den Rettungsdienst in anderen Ländern (z.B. jrcalc in Großbritannien) gibt. Diese Entwicklung und Abstimmungsarbeit soll es als regelmäßige Konferenz mit Arbeitsgruppen und Abstimmungsversammlungen geben und wird als „Regelmäßige Konferenz für den Rettungsdienst“ (ReKoRD) bezeichnet. Der Beschluss dafür fiel in Halle am 6.5.2014 einstimmig.

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